Wohnen
February 27, 2026

Ist ein möbliertes Apartment günstiger als eine WG, wenn man alles einrechnet?

Es gibt einen Satz, den man in Gesprächen über Wohnen in Aachen regelmäßig hört: „Das möblierte Apartment ist mir zu teuer, ich nehme lieber ein WG-Zimmer.“ Dieser Satz ist meistens gut gemeint, aber er basiert auf einer unvollständigen Rechnung. Der monatliche Mietpreis ist nur eine von mehreren Kostenvariablen, und wer ausschließlich diese eine Zahl vergleicht, ohne alle anderen Faktoren einzubeziehen, kommt zu einem Ergebnis, das auf dem Papier stimmig aussieht, aber in der Realität oft nicht stimmt. Dieser Artikel rechnet den Vergleich vollständig durch. Mit konkreten Zahlen, ohne eine der beiden Optionen schönzureden, und mit dem ehrlichen Hinweis, wo die Rechnung von der eigenen Situation abhängt und nicht pauschal für jeden gilt.

Was ein WG-Zimmer in Aachen wirklich kostet: Die vollständige Rechnung

Beginnen wir mit dem WG-Zimmer, weil es die Option ist, die auf den ersten Blick günstiger wirkt. Laut aktuellen Marktdaten des IW Köln, ausgewertet von Statista für das Jahr 2024, liegt der durchschnittliche Mietpreis für ein WG-Zimmer in Aachen bei rund 402 EUR monatlich. Das ist verglichen mit anderen deutschen Universitätsstädten moderat. Zum Vergleich: In München zahlen Studierende im Schnitt rund 790 EUR, in Frankfurt am Main rund 700 EUR, in Hamburg rund 542 EUR. Hohen gehört damit zu den günstigeren Hochschulstandorten in Deutschland, was ein echter Vorteil ist.

Allerdings gilt dieser Durchschnittswert für den gesamten Aachener Markt, einschließlich günstigerer Randlagen. Wer ein WG-Zimmer in campusnaher Lage sucht, also im Pontviertel, rund um die Innenstadt oder in der Nähe des Campus West, zahlt laut aktuellen Inseraten auf WG-Gesucht in der Regel zwischen 450 und 600 Euro monatlich. Das ist bereits eine andere Ausgangslage als der Durchschnittswert vermuten lässt.

Doch der Mietpreis ist nur der erste Posten. Was dazukommt, wird selten vollständig mitgerechnet.

Der erste zusätzliche Posten ist die Einrichtung. Ein WG-Zimmer wird in Aachen fast ausnahmslos unmöbliert angeboten. Wer kein Bett, keinen Schreibtisch, keinen Kleiderschrank und keine Küchenutensilien besitzt und diese nicht aus einer vorherigen Wohnung mitbringt, muss sie kaufen. Eine realistische Mindestausstattung, also Bett mit Matratze, Schreibtisch, Stuhl, Kleiderschrank und die nötigsten Küchenutensilien, kostet bei einer günstigen Neuanschaffung rund 600 bis 800 EUR. Wer bei der Matratze nicht sparen will, weil man auf einer schlechten Matratze nicht lang schläft und das über Monate geht, landet schnell bei 900 bis 1.200 EUR und mehr.

Der zweite zusätzliche Posten ist die Kaution. Bei einem WG-Zimmer zu 450 EUR monatlicher Kaltmiete beträgt die übliche Kaution von zwei Monatskaltmieten rund 900 EUR. Dieses Geld ist nicht weg, aber es ist für die Dauer des Mietverhältnisses gebunden. Wer es nicht flüssig hat, muss es irgendwoher zaubern.

Der dritte Posten sind die Nebenkosten. Ob Strom, Heizung und Internet im WG-Preis enthalten sind oder separat abgerechnet werden, ist von WG zu WG verschieden. Viele WGs rechnen Nebenkosten pauschal auf die Miete auf, was die monatliche Gesamtbelastung um 50 bis 100 EUR erhöht. Andere rechnen separat ab, was zu Überraschungen führen kann, wenn ein Mitbewohner im Winter die Heizung auf Maximum stellt.

Rechnet man das erste Jahr in einem Aachener WG-Zimmer zu angenommenen 480 EUR Warmmiete monatlich zusammen, ergibt sich folgendes Bild: 5760 EUR Miete über zwölf Monate, rund 900 EUR Kaution, rund 900 EUR Grundeinrichtung. Das macht einen Gesamtaufwand von rund 7.560 EUR im ersten Jahr, bevor eventuelle Sonderausgaben wie defekte Möbel, Nachzahlungen bei der Nebenkostenabrechnung oder Kosten für einen Mitbewohnerwechsel dazukommen.

Was ein möbliertes Apartment in Aachen wirklich kostet: Die vollständige Rechnung

Ein voll möbliertes Apartment im Segment, das auf Studierende und Berufstätige in Aachen ausgerichtet ist, liegt monatlich üblicherweise zwischen 600 und 800 EUR, je nach Größe, Lage und enthaltenen Leistungen. Das ist auf den ersten Blick teurer als ein WG-Zimmer. Aber was in diesem Preis enthalten ist, unterscheidet sich grundlegend.

Möbel, Schreibtisch, Bett, Küche und Internet sind inklusive. Das bedeutet: null Euro Einrichtungskosten. Die Kaution ist bei vielen Anbietern möblierter Apartments niedriger als auf dem klassischen Mietmarkt oder entfällt ganz. Nebenkosten sind in vielen Fällen pauschal im Mietpreis enthalten, was volle Kostentransparenz bedeutet. Man weiß von Anfang an, was man monatlich zahlt, ohne überraschende Jahresabrechnungen.

Rechnet man das erste Jahr in einem möblierten Apartment zu angenommenen 680 EUR monatlicher Gesamtmiete inklusive Nebenkosten zusammen, ergibt sich: 8160 EUR über zwölf Monate, keine Einrichtungskosten, niedrige oder keine Kaution. Der tatsächliche Gesamtaufwand liegt damit bei rund 8.200 bis 8.500 EUR im ersten Jahr, je nach Kautionsregelung.

Der Unterschied gegenüber dem ehrlich gerechneten WG-Szenario beträgt damit rund 600 bis 900 EUR über das gesamte erste Jahr. Das sind circa 50 bis 75 EUR pro Monat, also der Preis von etwa zwei Restaurantbesuchen. Wer das auf den ursprünglichen Monatsvergleich von 402 EUR WG versus 680 EUR Apartment herunterbricht, sieht einen scheinbaren Unterschied von 278 EUR pro Monat. Die Realität, einschließlich aller tatsächlichen Kosten, zeigt einen Unterschied von 50 bis 75 EUR pro Monat. Das ist eine fundamental andere Größenordnung.

Diese Zahlen sind Orientierungswerte und können je nach konkretem Angebot und individueller Situation abweichen. Aktuelle Konditionen für ein möbliertes Apartment lassen sich am besten direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen.

Die versteckten Kosten, die im WG-Leben entstehen und selten in Vergleichen auftauchen

Es gibt eine Reihe von Kosten im WG-Alltag, die in keinem Mietpreisvergleich auftauchen, aber real und spürbar sind. Sie lassen sich nicht alle in Euro ausdrücken, aber sie beeinflussen die Qualität des Lebens und die Effizienz der Zeit, die man in der Wohnung verbringt.

Der erste unsichtbare Kostenfaktor ist der Mitbewohnerwechsel. In Studierenden-WGs wechseln Mitbewohner häufig, oft jedes Semester oder jedes Jahr. Jeder Wechsel bedeutet eine neue Eingewöhnungsphase, neue Absprachen über Putzdienste, Einkaufslisten und Geräuschpegel. Wer in einem möblierten Apartment wohnt, hat diese Variable nicht.

Der zweite unsichtbare Kostenfaktor ist der Schlaf. Das klingt nach einer weichen Variable, ist aber eine harte Realität. Wer einen Mitbewohner hat, der nachts später nach Hause kommt, laut telefoniert oder die Küche als geselligen Treffpunkt nutzt, während man selbst früh aufstehen muss, schläft schlechter. Schlechter Schlaf über Wochen und Monate kostet Leistungsfähigkeit, Konzentration und Gesundheit. Das ist kein abstraktes Problem.

Der dritte unsichtbare Kostenfaktor ist die Zeit für Einrichtung und Organisation. Ein möbliertes Apartment bedeutet: Man bezieht es und man ist fertig. Ein unmöbliertes WG-Zimmer bedeutet: Möbel kaufen, transportieren, aufbauen, entsorgen, etwas nicht passt, bei Ikea zwei Stunden auf den Bus warten und feststellen, dass ein Karton fehlt. Wer das noch nie gemacht hat, unterschätzt den Zeitaufwand erheblich. Für jemanden, der gleichzeitig einen neuen Job anfängt oder ein neues Semester beginnt, ist das eine Belastung in einer ohnehin belasteten Phase.

Der vierte unsichtbare Kostenfaktor ist die kognitive Last der WG-Koordination. Gemeinschaftliche Haushaltsführung erfordert permanente Absprache und Koordination. Wer putzt wann was? Wer kauft Spülmittel nach? Wer hat das Fenster offen gelassen? Diese Dinge klingen trivial, aber sie summieren sich zu einer dauerhaften Hintergrundbelastung, die in einem eigenen Apartment schlicht nicht existiert.

Wann das WG-Zimmer trotzdem die bessere Wahl ist

Eine ehrliche Analyse muss auch klar benennen, wann das WG-Zimmer die vernünftigere Option ist. Es gibt Situationen, in denen das tatsächlich der Fall ist.

Wer bereits eigene Möbel besitzt und diese mitnehmen kann, spart die Einrichtungskosten vollständig. In diesem Fall verändert sich die Gesamtrechnung erheblich, weil der größte Zusatzkostenposten des WG-Zimmers wegfällt. Wer außerdem langfristig, also zwei Jahre oder länger, in Aachen wohnen wird und das von Anfang an weiß, fährt mit einer unmöblierten eigenen Wohnung langfristig günstiger, weil der monatliche Aufpreis des möblierten Apartments über lange Zeiträume die Einrichtungskosten übersteigt.

Wer das soziale Miteinander einer WG aktiv schätzt und sucht, also wirklich Gesellschaft möchte und sich auf ein gemeinschaftliches Wohnleben freut, wird in einem möblierten Einzelapartment einen echten Nachteil erleben. Die soziale Dimension einer WG ist real und wertvoll für Menschen, für die sie passt.

Und wer ein sehr knappes Budget hat und keine Möglichkeit hat, die monatliche Differenz zwischen WG-Zimmer und möbliertem Apartment auch nur kurzfristig zu überbrücken, muss realistisch planen. In diesem Fall ist das WG-Zimmer trotz aller zusätzlichen Kosten die pragmatischere Wahl, wenn man die Einrichtung günstig über Gebrauchtmöbel lösen kann.

Der Vergleich in der Praxis: Was Aachener Wohnungssuchende tatsächlich berichten

Wer sich in Aachen intensiver mit dem Thema beschäftigt, stellt fest, dass die Entscheidung für ein möbliertes Apartment häufig von Menschen getroffen wird, die unter Zeitdruck stehen oder die von weit her kommen. Internationale Studierende, die ohne Ortskenntnis und ohne Möbel nach Aachen kommen, entscheiden sich in vielen Fällen bewusst für das möblierte Apartment, weil sie die erste Phase des Einlebens ohne Einrichtungsstress gestalten wollen. Berufspendler, die unter der Woche in Aachen sind, schätzen die All-in-Lösung, weil sie kein Interesse an WG-Dynamiken und getrennten Nebenkostenabrechnungen haben.

Das Wohnprojekt Guter Hirte am Campus West in Aachen wurde für genau diese Situation konzipiert. Vollmöblierte Apartments in einer Lage, die für Studierende und Berufstätige gleichermaßen funktioniert, mit transparenten Mietkonditionen und ohne die üblichen Hürden des deutschen Wohnungsmarkts. Wer die Gesamtkosten kennt und weiß, was ein möbliertes Apartment im direkten Vergleich tatsächlich kostet, kann die Entscheidung fundiert treffen. Mehr zu den verfügbaren Apartments: https://guterhirte-wohnen.com/apartment

Das Fazit der Rechnung: Was wirklich günstiger ist

Die Antwort auf die Frage, ob ein möbliertes Apartment günstiger ist als eine WG, lautet: Es kommt darauf an, aber in deutlich mehr Situationen als man denkt ist die Antwort ja, zumindest wenn man alle Kosten einrechnet und nicht nur die Kaltmiete vergleicht.

Für jemanden, der ohne Möbel nach Aachen kommt, für maximal ein bis zwei Jahre bleibt, volle Privatsphäre bevorzugt und keine Zeit für Einrichtung und WG-Koordination hat, ist das möblierte Apartment in der ehrlichen Gesamtrechnung oft die günstigere, in jedem Fall aber die stressfreie Wahl. Der monatliche Aufpreis gegenüber einem realistisch gerechneten WG-Szenario liegt in vielen Fällen bei 50 bis 100 EUR, nicht bei den 200 bis 300 EUR, die der einfache Monatspreisvergleich vermuten lässt.

Für jemanden, der Möbel mitbringt, langfristig bleibt und das WG-Leben schätzt, kann das WG-Zimmer die bessere Wahl sein. Aber auch dann sollte man die Rechnung einmal vollständig machen, bevor man entscheidet.

Wenn du wissen möchtest, was ein möbliertes Apartment beim Guten Hirten in Aachen konkret kostet und was im Preis enthalten ist, melde dich direkt: https://guterhirte-wohnen.com/kontakt